Neurostrukturelle BowenTherapie

Die Neurostrukturelle BowenTherapie ist eine sanfte Faszientherapie nach naturheilkundlichem und osteopathischem Prinzip. Sie führt zur Entspannung von Muskulatur, Faszien und Nervensystem und löst Schmerzen und Blockaden. Der Bewegungsapparat funktioniert wieder leichter und unbeschwerter. Für Ihre erste Behandlung bringen Sie bitte 1 Stunde Zeit mit, für weitere Termine plane ich 1/2 bis 1 Stunde.

Behandlung

Der Patient gelangt auf der Behandlungsliege in eine tiefe Entspannung, während er gleichzeitig eine effektive Körperbehandlung erfährt. Über sanfte, rollende Handgriffe werden Schlüsselstellen an Muskeln, Sehnen, Bändern und Faszien stimuliert. Diese Reize werden an das Gehirn weiter geleitet und wirken wie ein „Reset“, das den Körper wieder in sein ursprüngliches Gleichgewicht bringt. Es werden Selbstregulationsprozesse ausgelöst, durch die eine ganzheitliche Heilung möglich wird.
Zwischen den verschiedenen Sequenzen benötigt der Körper Pausen von mindestens zwei Minuten, um die Heilungsimpulse zu verarbeiten.
Das Bindegewebe lockert sich und Lymphe, Blut und Gewebeflüssigkeit können wieder frei zirkulieren. Eventuell bestehende Schmerzen lassen nach und der Behandelte findet zu tiefer Entspannung, Ruhe und Gelassenheit.
Durch den neu gefundenen Ruhepol können Herausforderungen von Beruf und Familie leichter gemeistert werden.
Nach einer Behandlung kann es evtl. zu kurzfristigen Anpassungsprozessen wie Hitze- oder Kältegefühl, Müdigkeit oder Muskelkater kommen.

                                                  Kleiner gezielter Reiz – große Wirkung

Indikationen

  • bei Verspannungen und Fehlhaltungen
  • nach Verletzungen und Überlastungen
  • Kopfschmerzen, Kiefergelenksprobleme
  • Rückenschmerzen, ISG-Blockaden, Ischialgien
  • Frozen Shoulder, Tennisarm, Karpaltunnelsyndrom
  • Sprung-, Kniegelenksbeschwerden
  • Asthma, Brustenge
  • Verdauungsbeschwerden, funktionelle Beschwerden der inneren Organe
  • Gestörter Lymphfluss
  • Vegetative Dysbalance

Wichtig und unterstützend nach einer Bowen-Behandlung

  • Für den Rest des Behandlungstages nicht länger als 30 Min. am Stück sitzen; ein kurzes Aufstehen und leichtes Durchbewegen reichen aus
  • 48 Stunden nach der Behandlung anstrengende Tätigkeiten vermeiden
  • 24 Stunden keine Wärme- oder Kälteanwendungen durchführen
  • Genügend neutrale Flüssigkeit trinken, möglichst zweieinhalb Liter pro Tag; Wasser ohne Kohlensäure, ungesüßte Kräutertees
  • Während der folgenden 5 Tage keine anderen manuellen Therapien anwenden
  • Yoga, Gymnastik o.a. Körperübungen nur im schmerzfreien Bereich durchführen, nichts erzwingen
  • Auf eine gute Körperhaltung achten, das Überkreuzen der Beine im Sitzen vermeiden
  • Nach Möglichkeit jeden Tag einen 20-minütigen Spaziergang an der frischen Luft unternehmen

Regelmäßigkeit lohnt sich

Regelmäßige Behandlungen unterstützen die Gesunderhaltung auf außerordentliche Weise, denn sie

  • wirken sich positiv auf die Gesamtstatik des Körpers aus
  • beeinflussen sanft den Tonus von Muskel- und Bindegewebe
  • steigern die Zirkulation von Blut, Lymphe und Gewebeflüssigkeit
  • haben einen regulativen Effekt auf das autonome Nervensystem; Atmung, Kreislauf, Verdauung, Hormonsystem und psychische Gestimmtheit
  • regen den Körper an, Funktionsstörungen selbst zu regulieren

Bei akuten Beschwerden empfiehlt sich eine Behandlung pro Woche. Zur Stabilisierung sind Wiederholungen im Abstand von 4 – 8 Wochen sinnvoll.
Ziel der Bowen Therapie ist das synergetische Zusammenwirken auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene.

Wer es noch genauer wissen möchte

Die medizinische Forschung weiß heute, dass das Fasziensystem das größte Sinnesorgan des Menschen ist. Es hat eine noch wenig erforschte Brückenfunktion zwischen körperlichem und seelischem Bereich inne.

In unserem Körper sind unendlich viele Nervenendigungen im Faszienmantel eingebettet, die die speziellen Reize der Bowengriffe an das Gehirn leiten. Diese Reize wirken als lnformationsimpulse, die die Selbstregulationsprozesse auslösen.

Kein anderes Sinnesorgan im Körper verarbeitet mehr Datenvolumen als unser faszinierendes Fasziensystem.

Geschichte

Der 1916 geborene Australier Thomas A. Bowen arbeitete als Angestellter in einer Zementfabrik in Geelong, in der Nähe von Melbourne. Dort begann er, in seiner Freizeit regelmäßig Menschen zu behandeln. Mit der Zeit wurde die Nachfrage nach seinen Behandlungen so groß, dass er seine reguläre Arbeit aufgab und eine vielbesuchte Praxis eröffnete.

Durch seine ausgesprochen gute Beobachtungsgabe entwickelte er mit seiner Arbeit eine Methode, bei der er mit einmaligen, kurzen Stimulationen des Bindegewebes die körperinnewohnenden Selbstheilungsmechanismen aktivierte und so große Erfolge in der Therapie erlangte. Er beobachtete, dass seine Methode besser wirkte, wenn er an bestimmten Punkten der Behandlung Ruhephasen einhielt.

Die Ergebnisse und Rückmeldungen der Patienten gaben ihm Recht. Schließlich wurde seine Praxis zu einer der betriebsamsten in ganz Australien. Im Jahr 1973 wurden offiziell 13.000 von ihm behandelte Patienten gezählt.